Es sind zwei neue Beiträge aus dem Projekt heraus erschienen, die die Herausforderungen und Chancen der Care- und Sorgearbeit in Ostbrandenburg beleuchten.
Der Artikel von Dilan Karatas, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe der sub\urban zeitschrift für kritische stadtforschung, thematisiert aktuelle Herausforderungen und Bedürfnisse der Palliativversorgung aus feministischer Perspektive. Dilan Karatas untersucht, wie gesellschaftliche Strukturen in peripheren und strukturschwachen Regionen die Erfahrungen von Sterbenden und Pflegekräften beeinflussen. Der Artikel zeigt, dass der Zugang zu qualitativ hochwertiger Care-Arbeit vor allem für Frauen oft unzureichend ist und plädiert für neue Lösungsansätze und eine strukturelle Reform der Pflegekultur insbesondere in ländlichen Gebieten, um eine bedürfnisorientierte Versorgung am Lebensende für alle zu gewährleisten. Hier kann der Artikel abgerufen werden.
Der zweite Beitrag, verfasst von Bastian Lange, Dilan Karatas & Henning Nuissl, thematisiert die Bedeutung von Care-Arbeit für ein „gutes Leben“ aller Menschen in peripheren oder ländlichen Regionen. Der Artikel beleuchtet die Rolle von sozial-innovativen Lösungsansätzen und zivilgesellschaftlichem Engagement in ihrer Bedeutung für die Entwicklung sorgender Gemeinschaften und betont gleichzeitig Care-Arbeit als elementaren Baustein in der aktuellen Postwachstums-Debatte. Der Beitrag ist hier bestellbar.
Beide Beiträge bieten Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten und erste Erkenntnisse des inCAREgio-Projekts und regen zur Diskussion über zukunftsfähige Lösungen der Care-Versorgung an.

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